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Federer verliert gegen Wawrinka

Donnerstag, 16. April 2009, 18:04 Uhr, Aktualisiert 17.04.2009, 15:23 Uhr

Stanislas Wawrinka feiert seinen grössten Sieg auf der ATP-Tour und eliminiert Landsmann Roger Federer in Monte Carlo mit 6:4 und 7:5. Der Waadtländer stösst damit beim ATP-1000er-Turnier in den Viertelfinal vor.

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Spielbericht Federer - Wawrinka

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Das Spiel begann wegen Regen mit rund dreistündiger Verspätung und musste auch danach noch einmal aus demselben Grund unterbrochen werden. Mit der hohen Luftfeuchtigkeit und den damit langsamen Bedingungen kam Roger Federer offensichtlich schlechter zurecht als Stanislas Wawrinka: «Ich machte einige Fehler zuviel, das gab Stan den entscheidenden Vorteil. Er hat heute einen guten Job gemacht», so der Baselbieter.

Bereits im ersten Game des Matches musste Roger Federer einen Breakball abwehren. Wawrinka erleichterte der Weltnummer zwei diese Aufgabe noch mit einem verschlagenen Smash. Im siebten Spiel war es dann aber soweit. Wawrinka erarbeitete sich nacheinander fünf (!) weitere Chancen zum Servicedurchbruch und nutzte schliesslich sein zweites Break zum Gewinn des ersten Satzes.

Bei Federer war die Verunsicherung spürbar, die ihn momentan vor allem auf der Vorhand plagt, seiner eigentlichen Paradeseite. Immer wieder flogen die Bälle des frisch Vermählten meterweit ins Aus oder gar ins Publikum. Am Schluss sollten allein auf der Vorhand 23 unerzwungene Fehler zu Buche stehen. Wawrinka, der seinerseits alles andere als fehlerfrei agierte, nutzte Federers Schwäche auch im zweiten Satz sofort zu einem Break zum 1:0.

Diesmal schaffte allerdings Federer postwendend das Re-Break zum Ausgleich. Der 27-Jährige hatte in der Folge seine beste Phase, konnte daraus aber keinen weiteren Profit schlagen. Im Gegenteil: Zum Satzende konnte wiederum Wawrinka zulegen und den zweiten Umgang und damit den Match letztlich verdient gewinnen. Zu Jubelstürmen liess er sich trotzdem nicht hinreissen: «Es ist mir fast ein bisschen peinlich, den Sieg zu feiern», meinte Wawrinka im Hinblick auf die Niederlage seines Freundes.

Für Stanislas Wawrinka (ATP 16) bedeutet der Sieg gegen den 13-fachen Grand-Slam-Sieger den grössten Erfolg der Karriere. In den bisherigen beiden Duellen gegen Federer 2005 in Rotterdam und 2006 in Dubai blieb er noch ohne Chance, nun zeigte er gegen Federer, dass er sich in einer hervorragenden Form befindet. Wawrinka: «Es war vielleicht nicht das spekakulärste Tennis, aber es war mein schönster Sieg.»

Spielt der 24-Jährige so weiter, könnte ihm der erneute Sprung unter die Top-Ten der Weltrangliste bald gelingen. Zunächst trifft er allerdings im monegassischen Fürstentum im Viertelfinal auf den Qualifikanten Andreas Beck (ATP 89). (koem)