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WM-Qualifikation - Schweizer Gruppe

Schweiz bleibt auf WM-Kurs

Mittwoch, 1. April 2009, 22:38 Uhr, Aktualisiert 02.04.2009, 0:39 Uhr

Die Schweiz hat in der WM-Qualifikation auch das zweite Spiel gegen Moldawien sicher gewonnen. Das Team von Ottmar Hitzfeld feierte in Genf einen verdienten 2:0-Sieg.

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Die Tore

Damit bleibt die Schweiz auf WM-Kurs und liegt in der Gruppe 1 nur wegen dem schlechteren Torverhältnis auf Rang 2. Punktgleich an der Spitze liegt Griechenland, das Israel mit 2:1 bezwang. «Wir haben die Pflicht erfüllt und haben nach wie vor gute Chancen», zog Hitzfeld nach dem Spiel Fazit.

Für die Tore waren die Stürmer verantwortlich: Blaise Nkufo brachte sein Team in der ersten Halbzeit in Führung, Alex Frei sorgte nach der Pause für die Siegsicherung. Die Schweiz geriet nie in Gefahr, das Spiel aus der Hand zu geben. «Ich freue mich fürs ganze Team, dass wir eine hohe Konzentration und eine hohe Professionalität gezeigt haben», sagte Hitzfeld, der die spielerischen Fortschritte im Vergleich zum Samstag hervorhob.

Die Schweizer starteten motiviert in die Partie und nahmen das Zepter sofort in die Hand - allerdings zogen sich die Moldawier auch weit zurück und konzentrierten sich vor allem auf die Defensive. Das machte die Aufgabe für die Schweiz schwierig: Zu Beginn fanden sie kaum einen Weg durch die vielbeinige und massierte Abwehr der Südosteuropäer.

Kein Wunder also, dass sich die ersten Chancen vor allem nach Standards boten. In der achten Minute kam Nkufo zu einem ersten Abschluss nach einem Eckball von Marco Padalino. Kurze Zeit später zirkelte Frei einen Freistoss schön in den Strafraum, der Kopfball von Tranquillo Barnetta landete jedoch knapp neben dem Tor.

Es dauerte bis zur 18. Minute, ehe die Schweiz erstmals zu einer Chance aus dem Spiel heraus kam. Ludovic Magnin setzte sich auf der linken Seite schön durch, doch in der Mitte sprang der Ball von Freis Knie ins Aus.

Die Schweizer liessen aber nicht locker und kamen zwei Minuten später zum Führungstreffer. Stephan Lichtsteiner wurde auf der rechten Seite nicht angegriffen und flankte präzise auf Nkufo. Dieser liess sich nicht zweimal bitten und traf mit einem wuchtigen Kopfball. Diese Szene war symptomatisch: Der starke Lichtsteiner sorgte während dem ganzen Spiel für viel Druck, Nkufo für ebenso viel Wirbel im gegnerischen Strafraum. «Dass er offensiv Akzente setzt, gehört zum modernen Aussenverteidiger dazu», sagte Lichtsteiner.

Der Führungstreffer war hochverdient, die Schweizer hatten die Partie klar im Griff. Dies verleitete das Hitzfeld-Team dazu, einen Gang zurückzuschalten. Doch ernsthaft in Gefahr kam es nie, zumal die Moldawier offensiv sehr harmlos agierten.

Hitzfeld schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, seine Equipe suchte vehement die Entscheidung. Zunächst sorgte ein Energieanfall von Gökhan Inler - der Udinese-Legionär spielte gegenüber Samstag stark verbessert - für Unruhe vor dem moldawischen Tor. Kurze Zeit später bediente Padalino Benjamin Huggel, der leitete weiter zu Frei - und der Dortmund-Stürmer versenkte in seiner gewohnten «Knipser»-Manier zum 2:0.

Auch nach dem zweiten Tor liessen die Schweizer wieder nach. Zwei weitere Chancen Nkufos (57./68.) und ein Kopfball Freis (85.) waren die einzigen Tormöglichkeiten. Im Gegensatz zur 1. Halbzeit kamen die Moldawier zu einer dicken Chance: Ein Hands-Freistoss landete am Pfosten, den Nachschuss wehrte Philippe Senderos auf der Linie ab.

Verschuldet hatte den Freistoss Lichtsteiner: Der Rechtsverteidiger beging ein Handspiel und wird nach der Verwarnung im nächsten Spiel fehlen. Dieses bestreitet die Schweiz erst im September. Dann kommt es zum kapitalen Spitzenspiel gegen Griechenland. Es tue weh, dass er nicht dabei sein kann, sagte Lichtsteiner. (mos)