Fussball
Schweiz zittert sich zum Sieg
Die Schweiz reist mit den erhofften drei Punkten aus Moldawien nach Hause. Beim 2:0-Sieg in Chisinau mussten die Männer von Ottmar Hitzfeld nach guter erster Halbzeit aber noch unnötig zittern.
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Das wertvolle 1:0 erzielte Alex Frei in der 32. Minute. Ludovic Magnin begab sich in die Offensive und passte zu Blaise Nkufo. Dieser spielte den Ball in den Lauf von Frei, der aus rund zwölf Metern souverän unten links in die Maschen traf. Es war Freis 38. Tor in seinem 66. Länderspiel.
Der nach 79 Minuten ins Spiel gekommene Gelson Fernandes sorgte nach einem Eckball per Kopf in der Nachspielzeit für das finale 2:0. Damit hat die Schweiz in der WM-Qualifikationsgruppe 2 Israel überholt und zum punktgleichen Leader Griechenland aufgeschlossen.
Gegen eine aufsässige moldawische Mannschaft war es über die 90 Minuten gesehen eine ordentliche, aber keineswegs überragende Darbietung der Rotweissen. «Das war der - erwartete - schwer erkämpfte Sieg», sagte Nati-Coach Hitzfeld.
In der ersten Halbzeit kontrollierten die Schweizer das Spiel weitgehend. Das Führungstor war verdient, hatten doch zuvor schon Nkufo (aus der Distanz), Benjamin Huggel (per Kopf) und Frei (nach Vorarbeit Tranquillo Barnettas) den Abschluss gesucht.
Direkt nach der Pause hatten die Gastgeber ihre bis dahin grösste Chance. Nach einem Foul Gökhan Inlers an Denis Kalinkow an der Strafraumgrenze zwang Igor Bugajew mit seinem Freistoss-Nachschuss Diego Benaglio zu einer grossen Parade.
Unmittelbar danach hatten die Schweizer gleich mehrere Chancen zur Entscheidung, Nkufo und Frei verpassten aber. Hier zeigte auch der moldawische Hüter Stanislaw Manasko sein Können.
Nach gut einer Stunde liessen die Schweizer unerklärlicherweise nach. Die von Bugajew und Sergej Alexejew angeführten Moldawier kamen, angepeitscht vom Heimpublikum, immer gefährlicher vor das Tor.
Benaglio musste mehrmals eingreifen, doch mit etwas Glück und durch Gelsons Kopftor in der Nachspielzeit schaukelten die Schweizer den budgetierten Sieg nach Hause.
Auf Schweizer Seite überzeugten der fehlerlose Benaglio sowie die Mittelfeldspieler Benjamin Huggel und Marco Padalino (in seinem ersten Ernstkampf), die sowohl defensiv wie offensiv stark spielten. Freis konsequente Abschlussbemühungen wurden mit dem 1:0 gekrönt. Ein Aktivposten war auch Antreiber Tranquillo Barnetta, als bester Verteidiger zeichnete sich Magnin aus.
Dagegen baute Nkufo - parallel zur Mannschaft - stark ab und leistete sich ungewohnte technische Aussetzer. Die Innenverteidigung aus Philippe Senderos und Stéphane Grichting wirkte nicht unverwundbar. Als die Moldawier auf den Ausgleich drückten, wurden ihre spielerischen Limiten aufgedeckt. Inler zeigte Laufbereitschaft, kämpfte aber unglücklich. (boe)
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