Eishockey
Champions Hockey League
ZSC Lions gewinnen Champions League!
Die ZSC Lions haben Schweizer Sportgeschichte geschrieben. Der Schweizer Meister schlug im Rapperswiler Exil den russischen Favoriten Metallurg Magnitogorsk im Rückspiel des Champions-Hockey-League-Finals mit 5:0 und holte die europäische Klub-Krone in die Schweiz.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Dem überraschenden 2:2 im Hinspiel liessen die Zürcher einen noch überraschenderen, diskussionslosen und absolut verdienten Sieg folgen. Die Zürcher überzeugten nicht nur mit Toren in der Offensive, sondern auch mit einer souveränen Defensivleistung.
Down war es, der das Simpson-Team in der 18. Minute auf die Erfolgsschiene führte. Der Kanadier verwertete nach einem Pittis-Schuss den Abpraller von Metallurg-Keeper Proskurjakow. Obwohl Metallurg im Startdrittel die spielbestimmende Mannschaft war, ging die Führung des Schweizer Meisters in Ordnung; Wichser hatte in der 15. Minute den Pfosten getroffen.
Nach rund einer halben Stunde, in einer Phase, in welcher Magnitogorsk immer stärker wurde, traf Sejna in der 35. Minute zur 2:0-Führung für die Lions. Der Slowake stand verdächtig nahe vor dem Metallurg-Goalie, weshalb die finnischen Schiedsrichter die Videoaufnahmen konsultierten. Sejna wurde jedoch von einem Metallurg-Spieler in den Torraum gedrängt, weshalb der Treffer zählte.
Für die Vorentscheidung im Schlussdrittel sorgte ZSC-Captain Seger (49.) mit einem Slapshot zum 3:0. Alstons Tor wenige Sekunden danach brach den letzten Widerstand des russischen Star-Teams. Für den 5:0-Endstand war Trudel kurz vor Schluss verantwortlich.
Die Lions haben sich den Sieg mit einer absolut disziplinierten und defensiv überragenden Leistung verdient. Metallurg biss sich nicht zuletzt auch an ZSC-Keeper Sulander die Zähne aus. Der Finne, im Hinspiel noch mitschuldig am späten Ausgleichstreffer der Russen, bot den Zürchern in jeder Phase den sicheren Rückhalt.
Der 40-Jährige beendete die erste Champions League zudem nicht nur als Sieger, sondern auch als bester Spieler der neu geschaffenen Liga. Sulander wurde zum wertvollsten Spieler («MVP») gewählt. Der finnische Goalie gewann sieben der acht Partien, blieb im Final-Rückspiel gegen Magnitogorsk (5:0) unbezwungen und wehrte in 480 Minuten 93,56 Prozent aller Schüsse ab.
«Ich bin so stolz, Trainer dieser Mannschaft zu sein», sagte ein sichtlich gerührter ZSC-Coach Simpson unmittelbar nach Spielende. «Es ist einfach genial!», so Mathias Seger. «Wir spielen gegen eine russische Spitzenmannschaft und gewinnen 5:0. Viel mehr kann ich nicht sagen, es ist einfach unglaublich.» (Si/bon/ros)
Meldungen im Tagesverlauf
- Um 20.00 Uhr live: Schweden-Tschechien
- Cupfinal in Bern endet ohne grössere Zwischenfälle
- Sommers starke Paraden, Huggels perfektes Drehbuch
- Peter Bichsel: Preis für Lebenswerk
- Basel holt Cup im Penaltyschiessen
- Einige griechische Banken kriegen kein EZB-Geld mehr
- Liverpool entlässt Trainer Dalglish
- Preisüberwacher entrüstet sich über Pharmaindustrie
- Auch Wawrinka im Rom-Achtelfinal
- Carlos Fuentes ist tot: Mexikos Literat mit Weltformat
- Frostwarnung: Temperaturen gehen auf Talfahrt
- Merkel wirft Röttgen aus dem Kabinett
- Schilderungen von Gräueltaten prallen an Mladic ab
- Expo Milano 2015 kostet Schweiz 23 Millionen
- Bundesrat will nicht vom Volk gewählt werden
- Das letzte Bier im Haus auf Rollen








