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Walujew bleibt Weltmeister
Nikolaj Walujew hat in Zürich seinen Weltmeistertitel nach WBA-Version erfolgreich gegen Evander Holyfield verteidigt. Der Russe profitierte in einem äusserst ausgeglichenem Kampf auch von seinem Bonus als Weltmeister.
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Ein Punktrichter wertete den Kampf unentschieden (114:114), die beiden anderen sahen Walujew eher knapp vorne (115:114 und 116:112).
Der 46-jährige Holyfield überraschte aber die Zuschauer im ausverkauften Hallenstadion mit seiner Physis und hatte die Sympathien des Publikums ganz auf seiner Seite. Besonders in der ersten Hälfte des Fights war Holyfield der aktivere und auch der bessere Boxer.
Immer wieder gelangte der Amerikaner mit schnellen Kombinationen an Walujews Körper, einige Male setzte es für den Russen auch harte Treffer an den Kopf ab. Diese beeindruckten den 2,13m-Mann jedoch nicht allzu fest.
Ab der siebten Runde schien Holyfield dann aber seinem hohen Alter Tribut zollen zu müssen. Der vierfache Weltmeister wurde statischer und verringerte seine Schlagfrequenz. Walujew dagegen taute auf, begann variabler zu boxen und teilte seinerseits vermehrt Schläge aus. Besonders mit seiner linken Führhand kam der 35-Jährige immer wieder an Holyfield heran und konnte gleichzeitig den Amerikaner, der stets den Infight suchte, so von sich halten.
Am Schluss war es ein knappes Ergebnis in einem Kampf, der nicht besonders hochstehend war. Holyfield boxte gut, seine Treffer waren aber schliesslich zu ineffizient. Walujew dagegen verteidigte seinen Weltmeister-Gürtel mit einer gewohnt unspektakulären Leistung, jedoch nicht unverdient.
«Ich bin nicht enttäuscht», sagte Holyfield. «Der Sieg war in Reichweite. Ich habe mehr geschlagen und getroffen. Doch die Punktrichter haben es anders gesehen», so der Amerikaner. (bon)
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