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ZSC-Märchen geht weiter

Mittwoch, 10. Dezember 2008, 21:56 Uhr, Aktualisiert 11.12.2008, 9:18 Uhr

Die ZSC Lions haben in der Champions Hockey League ein weiteres Mal brilliert. Die Zürcher bezwangen im ersten Halbfinal-Spiel die Espoo Blues aus Finnland mit 6:3 und haben damit beste Chancen auf die Final-Teilnahme.

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ZSC-Märchen geht weiter

Die makellose CHL-Bilanz der Gäste aus Finnland (vier Spiele, vier Siege) schien die ZSC Lions wenig zu beeindrucken. Von Beginn an drückten die Lions dem Spiel den Stempel auf, kamen schnell zu guten Chancen und in der achten Minute durch Thibault Monnet zur Führung. Der Romand lenkte im Powerplay einen Pass von Domenico Pittis am kurzen Pfosten ins Tor ab.

Auch im zweiten Abschnitt waren die Lions klar stärker als der Kontrahent aus dem hohen Norden. Zwar glichen die Finnen durch Lajunen (21.) schnell aus, der ZSC liess sich davon aber ebenso wenig beeindrucken wie durch die danach folgenden Strafen. Im Gegenteil: Ryan Gardner brachte die Lions mit einer herrlichen Pirouette wieder in Führung (28.) und nur drei Minuten später doppelte Peter Sejna nach.

Von der angekündigten finnischen Defensivstärke war über weite Strecken wenig zu sehen. Die Lions kamen über die gesamte Partie zu sehr vielen Torchancen und erzielten ihre Treffer immer im richtigen Moment: Vier Minuten nach Sami Sandells Anschlusstor (34.) stellte Cyrill Bühler den alten Abstand wieder her.

Im letzten Drittel brachten die Lions den Sieg sicher nach Hause. Mehr noch: Den Zürchern gelang auch im letzten Drittel (fast) alles. Bestes Beispiel dafür war die Entscheidung durch Jan Alston: Der Kanada-Schweizer erhöhte in der 48. Minute mit einem ebenso präzisen wie schönen Hocheckschuss auf 5:2. Joonas Nattinens 5:3 fünf Minuten vor dem Ende war danach Makulatur, genau wie Alstons 6:3 ins leere Tor kurz vor Schluss.

Im Rückspiel am 7. Januar reicht den Zürchern in Espoo nach dem Heimsieg ein Remis für den Final-Einzug. Gewinnen die Finnen ihr Heimspiel, entscheidet ein Penaltyschiessen über den Final-Teilnehmer - unabhängig vom Resultat.

Mit einem Bein im Final steht auch Ufa Salavat. Die Russen gewannen das erste Halbfinal-Derby bei Metallurg Magnitogorsk mit 2:1. Miroslaw Blatak und Alexander Perezhogin erzielten die Treffer für Ufa, das im Rückspiel zu Hause alles klar machen kann. (fel)