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Das Duell der ewigen Rivalen: FCZ-GC

Freitag, 7. November 2008, 15:58 Uhr, Aktualisiert 11.11.2008, 15:15 Uhr

Die 14. Runde der Super League steht ganz im Zeichen des 215. Zürcher Derbys. Und in Bellinzona feiert Sion-Präsident Constantin den Einstand als sein eigener Trainer.

Bereits 1976 ein ewiges Duell: FCZ gegen GC
Bereits 1976 ein ewiges Duell: FCZ gegen GC (keystone)

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Beide Zürcher Teams schauen auf eine beeindruckende Serie zurück. Während GC seit nunmehr zwölf Spielen ungeschlagen ist, gewann der FCZ sechs der letzten sieben Spiele des laufenden Championnats. Nach dem Ausfall von Daniel Stucki als Linksverteidiger im letzten Spiel gegen YB (2:2) wird wohl der Finne Veli Lampi von Beginn weg spielen.

Weiterhin zu früh kommt ein Einsatz für Yassine Chikhaoui. Der Tunesier, der zuletzt vor acht Monaten das Trikot des FCZ trug, könnte jedoch am Samstag im Nachwuchs gegen Höngg zu seinem Comeback kommen. Die Grasshoppers dürften mit der gleichen Formation antreten, die zuletzt beim 3:0 über Vaduz auf dem Platz stand. Einzig der wenig überzeugende Samel Sabanovic könnte von Demba Touré aus der Startelf verdrängt werden.

Sion-Präsident Christian Constantin hat sich eine beschauliche Kulisse für sein Trainer-Debüt ausgesucht. Nach der 0:3-Niederlage im St. Jakob-Park beim FC Basel, die noch Ex-Trainer Uli Stielike zu verantworten hatte, treten die Walliser im Tessin bei Aufsteiger Bellinzona an. Der Aktien-Alleininhaber, Präsident und Jungtrainer der Walliser trifft dabei auf einen alten Bekannten. Coach der Tessiner ist Marco Schällibaum, den Constantin im letzten Herbst nur 47 Tage nach seiner Einstellung beim FC Sion wieder entliess. Für den Zürcher, der im Hinspiel gegen Sion den bislang einzigen Saisonsieg mit Bellinzona feiern konnte, geht es gegen die Walliser um mehr als nur um drei Punkte: «Wenn wir einen Beitrag leisten können, den Machenschaften Constantins und seiner Willkür Einhalt zu gebieten, wäre das ein schöner Nebeneffekt. Sein Verhalten den Trainern gegenüber ist respektlos», sagte Schällibaum.

Die jüngste Niederlage beim FC Aarau war für Xamax-Präsident Sylvio Bernasconi Anlass genug, um seinen Unmut über die sportliche Situation seines Vereins kundzutun. «Ich erwarte mehr, das ist klar. Mit Platz sechs kann ich nicht glücklich sein. Wir verlieren in Aarau gegen einen Verein, der zwei bis drei Mal weniger Budget hat», betonte Bernasconi.

Am Sonntag empfangen die Neuenburger den BSC Young Boys. Dabei spricht die Statistik klar für Xamax. Von den letzten sechs Spielen gegen YB gewann Xamax deren vier. Zudem konnten die Berner in der neuen Maladière noch nie gewinnen. Die Young Boys könnten sich mit einem Sieg im Duell der beiden Kunstrasen-Spezialisten unter den ersten fünf der Tabellen etablieren. Bei einer Niederlage käme Xamax wieder auf zwei Punkte heran.

Nach dem 1:0-Heimsieg über Bellinzona kann der FC Luzern auch im zweiten Spiel unter Rolf Fringer zu Hause antreten. Gäste auf der Luzerner Allmend sind die überraschenden Tabellendritten vom FC Aarau. Fringer und sein Assistent Petar Aleksandrov treffen damit auf jenen Verein, den sie 1993 zum Titel geführt haben, Fringer als Trainer und Aleksandrov als Meisterschütze. Unter ähnlichen Vorzeichen steht die Partie für Aarau-Coach Ryszard Komornicki. Er war einst im Nachwuchsbereich der Luzerner tätig.

Pierre Littbarski feiert sein Debüt als Vaduz-Trainer gegen Leader Basel. Der Weltmeister von 1990 beteuerte, in Liechtenstein sein Glück gefunden zu haben. Dies vor allem in Anbetracht der Umstände bei seinem letzten Arbeitgeber, Saipa Teheran. «Ich wollte nur noch raus aus dem Iran, nachdem ich und meine Assistenten von der Klubführung bedroht und unsere Reisepässe konfisziert worden waren. Ich erbettelte meinen Pass und traf mich mit meiner Frau in Dubai. Da wusste ich: Es gibt kein Zurück mehr. Das Geld und der Job spielten da keine Rolle mehr. Zum Glück habe ich nun in Vaduz einen Traumjob gefunden», sagte Littbarski. (ren)