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Swiss Indoors

Federer gelingt Titel-Hattrick

Sonntag, 26. Oktober 2008, 15:03 Uhr, Aktualisiert 20:58 Uhr

Roger Federer erreicht an den Swiss Indoors als erster Spieler einen Titel-Hattrick. Der Lokalmatador gewinnt in Basel gegen David Nalbandian nach beeindruckender Leistung mit 6:3 und 6:4.

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Die beiden Finalgegner zeigten im ersten Satz Tennis vom Feinsten. Federer kam beim Stand von 2:1 zu den ersten Breakbällen, die der argentinische Herausforderer zum Teil brillant abwehrte. Beim nächsten Aufschlaggame Nalbandians war es dann aber soweit: Federer gelang das Break zum 4:2.

Im Gegensatz zu den vorherigen Spielen bleibt der Schweizer nach dem Break unangetastet und brachte den ersten Satz souverän nach Hause. «Viel besser als Federer jetzt spielt, kann man schlicht gar nicht Tennis spielen», urteilte SF-Experte Heinz Günthardt.

Federer spielte wie immer in Endspielen mit enormem Selbstvertrauen. Beim Baselbieter stimmte fast alles: Rückhand, Aufschlag, Vorhand. Nalbandian konnte dem Tempo und der Wucht des Schweizers wenig entgegensetzen. Federer realisierte ein weiteres Break zum 2:1 im zweiten Satz mit einem herrlichen Backhand-Winner - und die Weltnummer zwei liess sich danach nicht mehr stoppen.

Mit 6:3 und 6:4 machte der 27-Jährige den Titel-Hattrick in Basel perfekt. Federer zeigte sich nach dem Spiel stolz auf seine Leistung: «Ich hatte das Gefühl, dass Nalbandian nicht schlecht spielte. Es war ein Spiel auf sehr hohem Niveau, deshalb bin ich umso glücklicher, hier den Titel wieder zu holen.»

In der Tat sparte sich Federer das beste Tennis des Turniers für den Schluss auf: «Das war die deutlich beste Leistung dieser Woche. Es ist grossartig, dass ich mir meinen Kindheitstraum einmal mehr erfüllen konnte». Bei eigenem Aufschlag war Federer völlig ungefährdet geblieben und gab gegen einen der besten Returnspieler der Tour nur gerade sieben Punkte ab. Nalbandian kam nur in einem Aufschlagspiel Federers auf 30. Zudem spielte der 13-fache Grand-Slam-Sieger auch von der Grundlinie sehr aggressiv - auch mit der Rückhand, die er je nach Bedarf als Topspin oder Slice einsetzte.

«Er hat perfekt gespielt, nein, einen Fehler hat er gemacht», scherzte der Argentinier nach der deutlichen Niederlage im ersten Final der beiden Erstgesetzten seit 1993. (si/koem)