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Schweiz siegt in Griechenland!

Mittwoch, 15. Oktober 2008, 20:26 Uhr, Aktualisiert 16.10.2008, 0:04 Uhr

Die Schweiz hat mit einer beherzten Leistung Griechenland 2:1 bezwungen. Ein Sieg, welcher der Schweiz wieder alle Chancen auf die WM-Teilnahme offen lässt. Mit seinem vierten Treffer im vierten Spiel setzte Nkufo ein klares Zeichen und honorierte Hitzfelds Vertrauen.

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Interviews mit Huggel, Hitzfeld und Nkufo

77 Minuten waren gespielt, als der soeben eingewechselte Yakin mit seinem ersten Ballkontakt Nkufo auf brillante Weise lancierte und der Twente-Söldner die Schweiz mit dem 2:1 zum Sieg schoss.

Nach einem guten Start der Schweizer hatte es, je länger die Partie dauerte, immer schlechter für die Hitzfeld-Elf ausgesehen. Die Griechen waren nach dem Ausgleich in der zweiten Halbzeit dem Sieg fast näher gewesen. Doch wie gegen Lettland vermochte die Schweiz unmittelbar nach dem Ausgleich durch Charisteas zu reagieren. Und wie gegen die Letten war es Nkufo, der die Schweiz erlöste.

Der Sieg der Schweiz ist in keiner Weise gestohlen, den Eidgenossen war aber für einmal auch das nötige Glück hold. Stark spielten die Schweizer vor allem in der ersten Halbzeit auf. Nach nur sechs Minuten schoss Barnetta im Strafraum der Griechen Seitaridis am Ellbogen an. Der Ball wäre scharf aufs kurze Eck gekommen, ein Elfmeterpfiff wäre wohl nicht verkehrt gewesen.

Auf den Elfmeterpunkt zeigte der spanische Schiedsrichter Medina Cantalejo dann aber ohne zu Zögern und völlig zurecht in der 41. Minute, nachdem Behrami im Strafraum von den Beinen geholt worden war. Huggel hatte den West-Ham-Söldner zuvor mustergültig angespielt. Den Strafstoss verwertete Frei souverän.

Nach der Pause waren es aber die Griechen, die das Spieldiktat übernahmen. Das Rehhagel-Team begann druckvoll und erhöhte das Tempo. Die Schweizer wurden mehr und mehr in die eigene Hälfte gedrängt. In der 68. Minute gelangte eine Flanke Katsouranis’ zu Charisteas, der den Ball zum Ausgleich für die Hellenen in die Maschen drosch. Spycher und Eggimann hatten beim Gegentreffer im Zentrum nicht allzu gut ausgesehen.

Doch am Ende waren es die Schweizer, die sich wie schon gegen Lettland mit 2:1 durchsetzten. Und wie schon gegen Lettland waren es die Stürmer Frei und Nkufo, die für die Tore gesorgt hatten.

Erfreulich ist die Art und Weise, wie sich die Eidgenossen diese wichtigen drei Punkte sicherten. Die Verteidigung, in den letzten Spielen die Problemzone der Nati, wirkte souveräner. Bei Unsicherheiten war fast immer ein weiterer Spieler zur Stelle, der Fehler ausmerzen konnte. Auch Benaglio zeigte eine hervorragende Partie, blieb fehlerfrei und gab der Mannschaft die nötige Sicherheit.

Nach dem 1:1-Unentschieden Israels gegen Lettland sind die Schweizer Chancen, sich für die WM in Südafrika zu qualifizieren, wieder absolut intakt. Der Rückstand auf die Griechen beträgt noch zwei Punkte, die Israeli liegen nur noch einen Punkt vor den Schweizern. Holt Hitzfelds Mannschaft in den nächsten beiden Partien gegen Moldawien (28. März und 01. April 2009) die budgetierten sechs Punkte, ist der Weg Richtung Südafrika wieder frei für die Schweiz. Nicht zuletzt deshalb, weil die Schweizer im Herbst 2009 noch Isreal und Griechenland zu Heimspielen empfangen werden. (bon)