Fussball
Schweiz besiegt Lettland knapp
Die Schweiz hat den ersten Sieg in der WM-Qualifikation im Trockenen: Das Team von Ottmar Hitzfeld bezwang Lettland mit einer wenig überzeugenden Vorstellung 2:1. Die beiden Stürmer Alex Frei und Blaise Nkufo sorgten für die Schweizer Tore.
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Auf vier Positionen hatte Ottmar Hitzfeld seine Equipe im Vergleich zum Luxemburg-Spiel verändert. Neu war auch die Spielanlage: Hitzfeld wollte das Spiel gegen Lettland in die Breite ziehen, über die Flügel zum Erfolg kommen.
Zumindest optisch schienen die Umstellungen in der Startphase Wirkung zu zeigen. Die Schweiz begann engagiert und erarbeitete sich rasch ein deutliches Übergewicht im Mittelfeld. Aber: Die Schweiz leistete sich auch (zu) viele Ballverluste, wirkte wenig souverän und im Angriff ungefährlich.
So erstaunte es nicht, dass das Hitzfeld-Team trotz klarer Feldüberlegenheit erst nach 30 Minuten zur ersten klaren Chance kam. Allerdings gleich zu einer hochkarätigen: Nach einem Abpraller kamen Nkufo, Frei und Behrami innert Sekundenfrist zum Abschluss aus bester Distanz. Alle scheiterten aber an der vielbeinigen lettischen Abwehr oder am starken Keeper Vanins.
Das war es dann aber auch schon bis zur Pause. Zwar spielte die Schweiz im Mittelfeld gefällig, zwar war das Bemühen der Akteure jederzeit spürbar. Trotzdem fehlte dem Schweizer Spiel die letzte Konsequenz und auch die Klasse, um Lettland deutlich zu distanzieren.
Auch in der zweiten Halbzeit brauchte die Schweiz einen längeren Anlauf, um gefährlich vor Vanins aufzutauchen. Nach einer Stunde drehten die Eidgenossen auf und mitten in einer Druckphase sorgte Frei für die Erlösung. Er kam nach einem verunglückten Schussversuch von Lichtsteiner im Strafraum an den Ball und verwertete sicher zur ersehnten Führung.
Nur fünf Minuten später schienen alle Vorteile auf Schweizer Seite zu liegen. Laizans leistete sich ein grobes Foul gegen Lichtsteiner, sah die zweite Gelbe Karte und musste vom Feld. Gleich im Gegenzug allerdings der Schock: Mit ihrem ersten und einzigen Angriff in der gesamten Partie glichen die Letten aus. Ivanovs traf nach einem Freistoss völlig unbedrängt aus 14 Metern mit dem Kopf.
Nun überschlugen sich die Ereignisse: Praktisch im Gegenzug lag die Schweiz bereits wieder in Führung. Ein Freistoss von Frei fand in der gefährlichen Zone genau den Kopf von Nkufo - 2:1. In Überzahl und mit dem Führung im Rücken gelang es der Schweiz, die Partie zu beruhigen und die drei so wichtigen Punkte schliesslich nach Hause zu bringen.
Die Schweiz gewann das Spiel verdient. Sie war den Letten zu jeder Zeit überlegen. Aber sie tat sich primär im Angriff enorm schwer und sie leistete sich einige Fehler zu viel. Nach dem Luxemburg-Spiel hat das Hitzfeld-Team nun aber wieder Vertrauen tanken können.
Mit dem Sieg im Rücken braucht es am Mittwoch eine deutliche Leistungssteigerung - dann sind Punkte auch in Griechenland keine Utopie. Dort wird wohl Johan Djourou fehlen. Der Innenverteidiger zog sich kurz vor der Pause eine Gehirnerschütterung zu.
Mit einem Sieg in Piräus winkt der Schweiz die Chance, sich im Rennen um die WM-Tickets definitiv wieder zurückzumelden. Dank den drei Punkte aus dem Lettland spielt ist das Team von Ottmar Hitzfeld auf Rang 3 vorgerückt. Angeführt wird die Quali-Gruppe 2 von Griechenland mit neun Punkten vor Israel mit sieben Zählern.
(fel)
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