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US Open

Federer gewinnt US Open!

Dienstag, 9. September 2008, 7:19 Uhr, Aktualisiert 09:55 Uhr

Roger Federer hat die US Open und damit seinen 13. Grand-Slam-Titel gewonnen. Der Schweizer setzte sich souverän mit 6:2, 7:5 und 6:2 gegen Andy Murray durch und sicherte sich den fünften Erfolg in Serie im «Big Apple».

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Die wichtigsten Ballwechsel.

Der «König von New York» verdiente sich den Sieg mit ungewohnt offensiver Spielweise: Von Anfang an suchte er immer wieder den Weg ans Netz und überforderte so Murray, der das Tempo selten mithalten und meistens nur reagieren konnte.

Federer strotzte im ersten Satz nur so von Selbstvertrauen, nahm viel Risiko und machte fast keine Fehler. Die Folge davon waren zwischen dem 2:2 im ersten und dem 2:0 im zweiten Satz sechs Games in Serie. Murray spielte zwar seinerseits ziemlich solid, machte im ersten Satz auch nur zehn Fehler (Federer mit deren sieben) und holte sich in Durchgang zwei sofort das Re-Break.

Kaum liess Federer auch nur eine Nuance nach, war Murray sofort da und zeigte, warum er in diesem Final stand.

Doch der Schweizer war an diesem Tag vor allem bei den «Big Points» ganz der Alte: Bei 2:2 im zweiten Satz holte er ein 0:40 auf, bei 4:4 und bei 5:5 gewann er bei eigenem Aufschlag und 30:30 jeweils die Punkte souverän mit ersten Aufschlägen. Das Break zum 7:5 gewann Federer dann mit unglaublich aggressivem Angriffstennis - zu Null!

Im dritten Satz ging dann alles sehr schnell: Federer führte rasch 5:0, kassierte dann zwar noch ein Break zum 5:2, durfte aber nach einer Stunde und 52 Minuten über seinen 34. Sieg in Serie im New Yorker Stadtteil Queens jubeln. Mit einem Doppelfehler hatte Murray Federer den ersten Matchball ermöglicht. Seinen zweiten verwertete er schliesslich nach einem spektakulären Ballwechsel.

«Ich muss sagen, ich war selber beeindruckt, wie ich gespielt habe», erklärte Federer nach dem Match gegenüber SF. Murray sei ein unangenehmer Gegner und nach zuletzt zwei Niederlagen hätte er auch nicht genau gewusst, was ihn vom Schotten erwarten würde. «Aber der Wind hat mir geholfen, ich habe sehr stark gespielt im Wind und darum ist es gut gelaufen.»

Federer ist nicht nur der erste Spieler nach Bill Tilden 1924, der fünf US-Open-Trophäen in Serie holt, sondern auch der erste Spieler, der es schafft, an zwei verschiedenen Major-Turnieren fünfmal in Serie zu triumphieren. In Wimbledon war ihm dieses Kunststück zwischen 2003 und 2007 gelungen. Es ist nun das sechste Jahr in Serie, in welchem Federer mindestens eine der vier wichtigsten Trophäen gen Himmel stemmen darf.

«Ich habe ein paar harte Momente erlebt in dieser Saison an den Grand-Slams, vor allem Wimbledon und Paris waren sehr hart zum Schlucken», sagte Federer weiter, «jetzt bin ich einfach überglücklich, dass ich gewinnen konnte.»

Mit diesem Titel hat Federer allen Kritikern die richtige Antwort gegeben. In einem Jahr, in dem er definitiv über weite Strecken nicht in Bestform war, respektive aufgrund des Pfeifferschen Drüsenfiebers auch nicht sein konnte, hat er dennoch Grosses geleistet. Ein Major-Titel, eine Olympia-Goldmedaille im Doppel und zwei Grand-Slam-Finals stehen zu Buche.

«Jetzt die US Open zu holen, auch wieder zum fünften Mal wie in Wimbledon, das ist doch unglaublich», freute sich der Champion.

Damit fehlt Federer nur noch ein einziger Grand-Slam-Titel, um Pete Sampras' Bestmarke von 14 Major-Titeln zu egalisieren. Der Baselbieter benötigte für seine 13 Triumphe fünf Anläufe weniger als der amerikanische Rekordhalter (38 gegenüber 43). (Si/bon/mum)