Fussball
Schweiz verliert zwei Punkte
Die Schweiz hat zum Auftakt der WM-Qualifikation in Israel 2:2-Remis gespielt. Das Team von Ottmar Hitzfeld verspielte dabei in der Nachspielzeit eine 2:0-Führung.
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Lange sah es zum Auftakt der WM-Qualifikation nach einem Traumstart für die Schweizer Nationalmannschaft aus. Dank eines überragenden Hakan Yakin führte die Schweiz scheinbar sicher mit 2:0.
Der 31-Jährige brachte die Schweiz mit einem schönen Freistosstreffer aus 20 Metern kurz vor der Halbzeit in Führung und flankte kurz nach dem Pausentee zum 2:0 perfekt getimt auf Blaise Nkufos Kopf.
Dass es der Schweiz trotzdem nicht für den Sieg reichte, lag an einer Unsicherheit in der Schweizer Hintermannschaft: Stéphane Grichting, Benjamin Huggel und Johan Djourou waren sich in der 73. Minute nicht einig – Yossi Benayoun, auffälligster Akteur auf dem Platz, konnte zum Anschlusstreffer erben.
Damit ging das grosse Schweizer Zittern los. Israel glaubte wieder an einen Punktgewinn und drückte in der letzten Viertelstunde vehement auf den Ausgleich. In der 92. Minute wurden die Bemühungen belohnt: Auf der rechten Schweizer Abwehrseite konnten die Israeli unbedrängt flanken – Ben Sahar schob aus fünf Metern zum Ausgleich ein.
Die Punkteteilung entspricht dem Spielgeschehen. In der Startphase demonstrierte Israel, weshalb es vor allem in Heimspielen als enorm unangenehmer Gegner gilt. Zwar spielten sich die Israeli nicht die ganz zwingenden Torchancen heraus, in den ersten 20 Minuten aber waren sie optisch überlegen.
Nach 20 Minuten kam die Schweiz besser ins Spiel, ohne aber den Gegner zu dominieren. Kämpferisch vermochte die Nati zu überzeugen, nicht aber spielerisch und keineswegs im Spiel nach vorne. Im Angriff machten sich die Absenzen von Alex Frei, Marco Streller und Eren Derdiyok bemerkbar, aus dem Spiel kam die Schweiz zu keiner einzigen klaren Torchance.
Auch in der Defensive war das Fehlen diverser Titulare zu spüren. Zwar hatte die Hitzfeld-Equipe die israelischen Stürmer weitgehend im Griff, bei den beiden Gegentreffern machte die Schweizer Hintermannschaft aber keinen glücklichen Eindruck. Und Keeper Diego Benaglio hatte in der 51. Minute grosses Glück, dass Schiedsrichter Hansson nach einer Intervention gegen Benayoun nicht auf Elfmeter entschied.
Zwar hätte die Schweiz vor dem Spiel einem Punkt wohl ohne Zögern zugestimmt. Am Ende zählt aber der letzte Eindruck. Und hier gilt zu konstatieren, dass die Schweiz in Tel Aviv eine grosse Chance verpasst hat. Die Gelegenheit zum perfekten WM-Quali-Start und die Chance, einen direkten Gegner bereits (vor-)entscheidend zurückzubinden.
(fel)
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