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Federer out, Wawrinka weiter

Donnerstag, 24. Juli 2008, 7:12 Uhr, Aktualisiert 14:45 Uhr

Roger Federers Position als Weltnummer 1 gerät weiter ins Wanken. Der Schweizer verlor in Toronto bereits in der 2. Runde. Besser machte es sein Landsmann Stanislas Wawrinka: Der Romand steht im Achtelfinal.

Ein enttäuschter Roger Federer.
Ein enttäuschter Roger Federer. (reuters)

Roger Federer schied beim Masters-Series-Turnier von Toronto nach einer 6:2, 5:7, 4:6-Niederlage gegen den Franzosen Gilles Simon schon in der 2. Runde aus. In der 1. Runde hatte Federer ein Freilos erhalten.

Roger Federer hätte die Partie nie und nimmer verlieren dürfen. Er führte nach 10 Minuten 4:0. Ab Mitte des zweiten Satzes erwies sich jedoch der Aufschlag nicht mehr als schnittige Waffe. Von den letzten neun Aufschlagspielen brachte Federer nur noch vier durch. Dreimal gab Federer seinen Service sogar zu Null ab (!): zum 5:7 im zweiten sowie zum 3:3 und 4:6 im dritten Satz.

Im Entscheidungssatz führte Roger Federer zweimal mit einem Break. Zuerst 3:1, später nochmals 4:3. Beim Skore von 3:1 erspielte sich Federer nochmals zwei Breakbälle; den ersten «verschenkte» er mit einem einfachen Volley am Netz. Federer: «Mit diesem verschlagenen Volley brachte ich mich um den Sieg.» Nach etwas mehr als zwei Stunden beendete er mit fünf unerzwungenen Fehlern hintereinander die Partie.

«Das ist nicht das Ende der Welt. Es ist wichtig, weiter positiv zu denken», sagte der in Toronto an Nummer 1 gesetzte Federer enttäuscht, der zweieinhalb Wochen nach dem gegen Rafael Nadal verlorenen Wimbledon-Finale auch den Start in die Hartplatz-Saison verpatzte. Überraschungssieger Simon konnte dagegen frohlocken. «Ich habe wie im Traum gespielt», meinte die Nummer 22 der Welt strahlend.

Durch die frühe Niederlage kommt Nadal der Führung in der Weltrangliste erneut ein grosses Stück näher. Der Spanier, der gegen Jesse Levine die Achtelfinals erreichte, kann Federer jedoch frühestens übernächste Woche nach dem Turnier von Cincinnati ablösen.

Besser als Federer trat Stanislas Wawrinka auf. Dem Romand gelang gegen Marat Safin die Revanche für die Wimbledon-Niederlage. Wawrinka qualifizierte sich mit 6:3, 6:4 für die Achtelfinals, in denen er auf Andy Murray (Gb/ATP 9) trifft.

Wawrinka sorgte jeweils zu Beginn der Sätze für die Vorentscheidung. Er ging im ersten Satz 3:0 und im zweiten 3:1 in Führung. Marat Safin boten sich zwar im zweiten Satz viele Chancen, der Russe schaffte den Ausgleich aber nicht mehr.

Safin bestritt am Mittwoch ein anspruchvolles Programm. Wegen des vorgängigen Regens musste er gleich zwei Einzel bestreiten. Die erste Partie gegen Sam Querrey (USA) hatte er noch souverän 6:3, 6:3 gewonnen. (Si/ros)