Tennis
French Open
Federer im Final chancenlos
Roger Federer hat zum dritten Mal in Folge den Final der French Open gegen Rafael Nadal verloren. Die Nummer 1 der Welt blieb gegen den spanischen Sandplatz-König ohne Chance und unterlag 1:6, 3:6 und 0:6.
Nadal hat damit die French Open zum vierten Mal in Serie gewonnen, was zuvor nur dem Schweden Björn Borg in den Jahren 1978 bis 1981 gelungen war.
Der 15. Grand-Slam-Final Federers hatte denkbar schlecht für den Schweizer begonnen. Federer liess sich bereits bei seinem ersten Aufschlagsspiel breaken. Nadal legte in der Folge noch zwei Servicedurchbrüche nach und hatte den ersten Satz nach nur einer halben Stunde mit 6:1 für sich entschieden.
Im zweiten Satz kam Federer, nachdem er erneut bei seinem ersten Aufschlagsspiel gebreakt worden war, besser ins Spiel und vermochte mit Nadal bis zum Stand von 3:3 mitzuhalten. Nach dem Break des Mallorquiners zum 5:3 war aber auch dieser Satz entschieden.
Die Hoffnung auf eine Wende keimte nur allzu kurz auf. Im dritten Satz deklassierte Nadal den Schweizer gleich mit 6:0. Symptomatisch Federers letzter Ball ins Out, welcher der äusserst einseitigen Partie ein Ende setzte. Zum zuvor letzten Mal hatte der Schweizer auf den Tag genau vor neun Jahren einen Satz 0:6 verloren, nämlich im Vorbereitungsturnier auf Wimbledon im Londoner Queen's Club gegen den Simbabwer Byron Black.
Nadal hat mit seinem klaren Sieg gegen den Weltranglisten-Ersten erneut seine Vormachtstellung auf Sand demonstriert. Der Spanier liess Federer zu (fast) keinem Zeitpunkt ins Spiel kommen und zwang den Baselbieter, viele Risiken einzugehen, was zu entsprechend vielen «unforced errors» seitens des Schweizers führte. Allein im ersten Satz beging Federer 12 unerzwungene Fehler, Nadal dagegen nur drei. In der Endabrechnung stehen 35 «unforced errors» Federers deren sieben von Nadal gegenüber. Nadal hat damit die French Open 2008 gewonnen, ohne einen einzigen Satz abzugeben.
Federer zeigte sich nach der klaren Niederlage ernüchtert. «Eine Niederlage in dieser Form habe ich nicht erwartet, das ist schwer zu verdauen», sagte der Baselbieter. «Das Resultat ist hart, aber Rafa war unglaublich stark heute, vielleicht so stark, wie ich ihn zuvor noch nie gesehen habe», bilanzierte der Schweizer. (bon)


