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Kowaltschuk zerstört Kanadas Traum

Sonntag, 18. Mai 2008, 21:48 Uhr, Aktualisiert 19.05.2008, 9:49 Uhr

Russland vermiest Kanada die Heim-WM. Das Team von Slawa Bykow setzt sich in Québec City im Final dank einem Treffer von Ilja Kowaltschuk in der 63. Minute 5:4 nach Verlängerung durch und gewinnt seinen 24. WM-Titel.

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Kowaltschulk bezwang den kanadischen Torhüter Ward mit einem Schlenzer aus dem Slot. Der Stürmer der Atlanta Thrashers hatte in der 55. Minute bereits den Ausgleich für die Russen erzielt. Kowaltschuk war im Halbfinal nach seinem Foul an Vauclair im Viertelfinal gesperrt.

Der Triumph beim Erzrivalen ist Russlands erster Titel seit 1993. Sie glichen damit im ewigen Medaillenspiegel zu den Kanadiern auf, die bisher ebenfalls 24 Mal die Goldmedaille abholten. Vor 15 Jahren führte Slawa Bykow die Russen auf dem Eis zu WM-Gold, nun gelang ihm das selbe Kunststück auch als Trainer.

Es war in jeder Beziehung ein Traumfinal. Die beiden Teams lieferten sich eine Begegnung, die den hohen Erwartungen vollauf gerecht wurde. Die 15 399 Fans im ausverkauften Colisée erlebten einen intensiven, schnellen und packenden Final auf allerhöchstem Niveau. Letztlich musste ein WM-Final zum vierten Mal in der Verlängerung entschieden werden.

Die beiden Teams schenkten sich von Beginn weg nichts. Bereits mit dem ersten Torschuss fiel auch gleich der erste Treffer: NHL-Topskorer Owetschkin bediente Semin mit einem mustergültigen Zuspiel; Russland lag nach nur 83 Sekunden in Führung. Danach übernahmen die Kanadier die Kontrolle, nicht zuletzt weil die Russen fünf Zweiminutenstrafen kassierten. Zweimal Verteidiger Brent Burns sowie einmal Chris Kunitz drehten die Partie im Startdrittel vorübergehend zu Gunsten des Heimteams.

Kanada führt die Russen, die im Viertel- und Halbfinal ohne Gegentreffer geblieben waren, im ersten Abschnitt (15:5-Torschüsse) regelrecht vor. Russlands Trainer Bykow sah sich bereits nach knapp 15 Minuten und dem dritten Gegentreffer genötigt, sein Time-Out zu nehmen. Die Massnahme schien zu nützen: Russland fand in der Folge besser ins Spiel und kehrte in die Partie zurück. (si/koem)