Tennis
Federer in Dubai bereits ausgeschieden
Roger Federer ist beim ATP-Turnier in Dubai bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Der Titelverteidiger verlor gegen die britische Weltnummer-11 Andy Murray in drei Sätzen mit 7:6 (8:6), 3:6 und 4:6. Auch Stanislas Wawrinka muss bereits die Heimreise antreten.
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Im ersten Satz leistete Federer noch in gewohnter Manier Widerstand. Er machte einen 2:5-Rückstand im Tiebreak wett und setzte sich in der Kurzentscheidung nach einem abgewehrten Satzball 8:6 durch.
Doch auch nach dem Erfolgserlebnis fand der Weltranglisten-Erste kein Mittel gegen den Aufschlag Murrays.
In der gesamten, fast zwei Stunden dauernden Partie erspielte sich Federer keinen einzigen Breakball. Murray hingegen realisierte im zweiten Satz ein Break zum 4:2 und im Schlussumgang zum 3:2. «Jedes Mal, wenn ich gegen Federer spiele, zeige ich eine aussergewöhnliche Leistung», meinte Murray nach dem Spiel.
«Normalerweise gelingt es mir, solche Partien noch zu gewinnen. Doch heute nicht», analysierte Federer. Der Schweizer wurde vor allem von seiner Vorhand im Stich gelassen und fand auch deswegen kein Mittel gegen den Aufschlag seines Gegners. «Es war keine schlechte Partie. Das war aber auch das einzig Positive», resümierte Federer seine dritte Begegnung mit Murray. «Meine Vorhand war katastrophal und ohne Vorhand konnte ich ihn nicht schlagen.»
Letztmals reiste Federer im August 2004 ohne eine Runde überstanden zu haben, von einem Turnier ab. Damals unterlag er in Cincinnati dem Slowaken Dominik Hrbaty. Im letzten Jahr verlor der 12-fache Grand-Slam-Sieger zwar in Indian Wells ebenfalls seine Auftaktpartie, hatte zuvor aber eine Runde mit einem Freilos überstanden.
Eine gute Nachricht gibt es für Federer trotz der Niederlage: Er wird auch nach dem Turnier in Dubai die Nummer eins der Welt bleiben. Die Punkte für den letztjährigen Turniersieg an gleicher Stätte wurden ihm bereits abgezogen. Damit kann Verfolger Rafael Nadal auch im für ihn besten Fall nur bis auf 100 Punkte herankommen.
Über die Weltrangliste will sich Federer den Kopf aber nicht zerbrechen. Er konzentriert sich auf das, was er unmittelbar beeinflussen kann: «Anstatt Matches zu bestreiten, werde ich in den nächsten Tagen hart trainieren.» Nächste Woche tritt Federer in New York zum Showkampf gegen Pete Sampras und beim Masters-Series-Turnier in Indian Wells an.
Auch für Stanislas Wawrinka ist das ATP-Turnier von Dubai bereits nach der Startrunde zu Ende. Der Westschweizer bezog gegen den tschechischen Qualifikanten Jan Hernych eine unnötige 4:6, 4:6-Niederlage. Der erste Satz verlief ausgeglichen, bis Hernych beim Stand von 4:4 der entscheidende Service-Durchbruch gelang.
Wawrinkas Reaktion auf den verlorenen Satz fiel durchaus heftig aus: Die Schweizer Nummer 2 realisierte ein frühes Break und ging mit 4:1 in Führung. Danach brach er jedoch ein und gewann kein einziges Game mehr. Beim Stand von 4:4 hatte der 22-Jährige sogar drei Spielbälle, gab seinen Service aber dennoch ab. (si/eli/rst)
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