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Federer gewinnt Masters Cup

Sonntag, 18. November 2007, 10:47 Uhr, Aktualisiert 11:46 Uhr

Roger Federer hat den ATP Masters Cup zum vierten Mal gewonnen. Die Weltnummer 1 siegte gegen den Spanier David Ferrer überlegen in drei Sätzen mit 6:2, 6:3 und 6:2. Nach lediglich 98 Minuten setzte der Schweizer einer weiteren Glanzsaison die Krone auf.

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Tennis: Masters-Cup

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Das vorher in dieser Woche noch ungeschlagene und extrem überzeugende spanische Laufwunder Ferrer verfügte in seinem ersten grossen Final nicht über die spielerischen Mittel, Federer im achten Vergleich erstmals zu gefährden. Federer spielte eine Klasse besser und hätte wohl jederzeit noch zulegen können.

David Ferrer begann die Partie stark. Der Spanier hatte beim ersten Service von Roger Federer gar zwei Breakbälle, welche jedoch der Schweizer abwehrte. Nach den ersten beiden Games, welche sehr packend und abwechslungsreich verliefen, drehte Federer auf und machte anschliessend etliche Punkte in Serie und zog mit zwei Breaks auf 5:1 davon. Der Satzgewinn war nur noch Formsache, Federer brachte seinen Aufschlag zum zweiten Mal zu Null durch.

David Ferrer kam im zweiten Satz besser ins Spiel. Die ersten Aufschlagsspiele verliefen ausgeglichen, es gab längere Ballwechsel. Dann schaffte Federer beim Stande von 3:3 das Break nach zwei unerzwungenen Fehlern von Ferrer. Ein souveräner Federer-Service später schlug Ferrer bereits gegen den Satzverlust auf. Der Spanier verpasste es dabei, zwei Spielbälle zu verwerten, währenddem Federer den vierten Breakball zum Satzgewinn nutzen konnte.

Auch im dritten Satz erwischte Ferrer den besseren Start. Er brachte seinen ersten Service sogar zu Null durch. Doch beim fünften Aufschlagspiel des Satzes schaffte Federer mit einem brillantem Vorhand-Winner aus vollem Lauf das letzlich entscheidende Break. Einige Games später markierte Federer den Turniersieg mit seinem ersten Matchball bei Aufschlag des Spaniers mit einem weiteren Vorhand-Winner. Zuvor hatte der Spanier noch einen Doppelfehler produziert.

Federer war nach dem Spiel im Interview mit SF-Experte Heinz Günthardt gelassen: «Ich spielte von Anfang an gut. Ich nahm den Schwung aus der Partie gegen Rafael Nadal mit.» Er wisse nicht, ob er noch besser werden könne. Federer: «Es ist jedesmal eine grossartige Erfahrung für mich, am Ende einer grossartigen Saison noch einmal die Besten geschlagen zu haben», sagte Federer nach seinem 53. Turniersieg. «Was ich hier wieder geschafft habe, wird mir vielleicht erst nächste Woche richtig bewusst.»

Federer hat damit trotz insgesamt neun Niederlagen einmal mehr ein beeindruckendes Jahr hinter sich, wobei Qualität klar vor Quantität kam. Er hat seiner Trophäensammlung weitere acht Turniersiege hinzugefügt und ist nun bei 53 Titeln angelangt. Wie im Vorjahr hat er mit dem Australian Open, Wimbledon, dem US Open und dem Masters vier der fünf wichtigsten Turniere gewonnen - und wie im Vorjahr fehlten nur gerade zwei Sätze im French-Open-Final zum Gewinn des Grand Slam. Als Highlight konnte er in Wimbledon mit dem fünften Sieg in Serie die fantastische Marke von Björn Borg egalisieren.

Mit dem Gewinn seiner vierten Masters-Trophäe (in den letzten fünf Jahren) ist der 26-Jährige in dieser «Rangliste» nur noch eine Einheit hinter den Rekordhaltern Ivan Lendl und Pete Sampras. Federer hat zudem sein Polster in der Weltrangliste auf Rafael Nadal wieder auf 1445 Punkte Vorsprung ausgebaut. Theoretisch könnte es aber am Australian Open zur kurzzeitigen Wachablösung kommen. (si/rst)