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Federer und Wawrinka in Paris out

Donnerstag, 1. November 2007, 16:22 Uhr, Aktualisiert 05.12.2007, 7:36 Uhr

Die Viertelfinals beim Masters-Series-Turnier in Paris-Bercy finden ohne Schweizer Beteiligung statt. Roger Federer verlor im Achtelfinal gegen den Argentinier David Nalbandian, Stanislas Wawrinka war zuvor an Rafael Nadal gescheitert.

Roger Federer muss als Verlierer vom Platz. (reuters)
Roger Federer muss als Verlierer vom Platz. (reuters)

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Federer unterlag Nalbandian in knapp zwei Stunden mit 4:6 und 6:7 (3:7). Für die ATP-Nummer 1 war es die zweite Niederlage gegen den Argentinier in Folge. Zuletzt hatte er beim Masters-Series-Event in Madrid im Final den Kürzeren gezogen.

Nalbandian war Federers früherer Angstgegener (0:5-Rückstand in den Direktduellen) und könnte es erneut werden. Mit dem zweiten Sieg gegen den Branchenleader innert zwei Wochen glich die Nummer 21 im Ranking zum 8:8 aus.

Das vermeintlich entscheidende Break kassierte Federer im zweiten Satz zum 4:5; er gab dieses Game gleich zu Null ab. Doch mit dem Sieg vor Augen zeigte der «Stier von Cordoba» Nerven und musste den 5:5-Ausgleich hinehmen. Und um ins Tiebreak zu gelangen, tilgte Nalbandian trotz einer 40:0-Führung gleichwohl noch einen Breakball.

In der Kurzentscheidung hingegen war er wieder voll da und Federer vermochte den Kopf nicht ein zweites Mal aus der Schlinge zu ziehen. 2:6 lag der Basler zurück, Nalbandian verwertete seinen zweiten Matchball.

Für den Gewinn des ersten Umgangs war es für Nalbadian nochmals eng geworden, nachdem er dank zwei Breaks 5:2 geführt hatte und zum Satzgewinn aufschlagen konnte. Federer schaffte das Rebreak und verkürzte anschliessend auf 4:5. Danach brachte der Argentinier seinen Aufschlag nur mit Hängen und Würgen durch und verwertete erst den vierten Satzball.

Stanislas Wawrinka hat auch die dritte Begegnung mit Rafal Nadal verloren und ist beim Masters-Series-Turnier von Paris-Bercy im Achtelfinal ausgeschieden. Der Romand unterlag Nadal in gut 100 Minuten mit 4:6, 3:6.

Nadal entschied den ersten Satz in 53 Minuten für sich. Der Spanier verwertete seine zwei Breakbälle, während Wawrinka nur eine von acht Gelegenheiten nutzen konnte. Der Waadtländer führte mit Breakvorsprung 4:2, worauf Nadal das Rebreak zu null gelang und nun immer besser ins Spiel kam. Er gewann sechs Games in Serie und lag zu Beginn des zweiten Satzes mit einem Break in Führung.

Mit seinem Sieg baute Nadal seine Bilanz gegen Wawrinka auf 3:0 Siege aus. Er hatte den Schweizer zuvor in der 3. Runde des Australian Open (6:2, 6:2, 6:2) sowie im Final in Stuttgart (4:6, 5:7) besiegt.

Trotz dieser Niederlage schloss Wawrinka die durch eine Knieverletzung beeinträchtigte Saison mit einer positiven Note ab. Der 22-Jährige egalisierte in Paris-Bercy seine Bestleistung in einem Turnier der Masters-Serie.

Im vergangenen Jahr war er in Cincinnati erstmals in die Achtelfinals vorgestossen, ehe er am Chilenen Fernando Gonzalez scheiterte.

Fernando Gonzalez (Chile), Tommy Robredo (Sp), Andy Murray (Gb), Richard Gasquet (Fr), Marcos Baghdatis (Zyp) und der Sieger der Partie Tommy Haas (De) gegen Michail Juschni (Russ) verblieben am Donnerstagabend noch im Rennen um die beiden freien Plätze für das Saisonfinale in Shanghai.

Baghdatis müsste das Turnier allerdings gewinnen, wobei weder Haas, Robredo, Murray noch Gasquet ins Endspiel kommen dürften. Der schon in Runde zwei ausgeschiedene Gonzalez bleibt auf jeden Fall bis Samstag Siebenter und kann nur noch aus den Top 8 fallen, wenn beide Paris-Finalisten aus dem Kreis Robredo, Murray, Gasquet, Juschni oder Haas stammen.

Dagegen sind David Nalbandian (Arg) - schon vor dem Match gegen Roger Federer - Tomas Berdych (Tsch), James Blake (USA) und Guillermo Canas (Arg) seit Donnerstag chancenlos. (si/ac)