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Aus für Roger Federer

Donnerstag, 10. Mai 2007, 0:00 Uhr, Aktualisiert 05.12.2007, 7:37 Uhr

Roger Federer ist beim Italian Open in Rom im Achtelfinal sang- und klanglos ausgeschieden. Der Weltranglisten-Erste unterlag dem Lokalmatador Filippo Volandri (ATP 53) in 78 Minuten 2:6, 4:6.

Skeptischer Blick Federers nach seinem Aus.
Skeptischer Blick Federers nach seinem Aus. (reuters)

Das letzte Game war symptomatisch für den Matchverlauf: Beim ersten Punkt verschlug Federer unbedrängt mit dem zweiten Schlag eine Rückhand.

Nach zwei Vorhand-Fehlern von Volandri durfte er trotzdem auf den Gamegewinn hoffen, ehe ein Return-Fehler (nach gutem Aufschlag), ein erneuter Backhand-Fehler und beim Matchball eine verschlagene Vorhand die Hoffnungen zunichte machten.

44 unerzwungene Fehler

Kaum jemand kann sich erinnern, Federer in den letzten Jahren je so schlecht gesehen haben wie an diesem heissen Nachmittag in Rom. Er beging insgesamt 44 unerzwungene Fehler und schlug nur gerade 12 Winner. Allein die ersten drei Servicegames verlor er alle und war schon früh 1:4 in Rückstand. Federer führte nur einmal, bei 1:0 im zweiten Satz.

Federer nicht geschockt

«Ich weiss nicht, ob es ein schockierendes Spiel war, aber ich war einfach nie im Match. Es war vorbei, bevor es richtig begonnen hatte und ich stand immer mit dem Rücken zur Wand», so Federer.

Dramatisieren wollte er die deutlichste Niederlage seit mehr als drei Jahren (3:6, 3:6 in Key Biscayne gegen Rafael Nadal) aber nicht: «Natürlich muss ich hinsitzen und schauen, was falsch lief, aber es ist nun auch nicht das Ende der Welt. Jetzt bleibt mir mehr Zeit zum Trainieren für Hamburg.» Insgesamt hat Federer elfmal in seiner Karriere noch klarer verloren.

Wenig funktionierte

Federers Ausscheiden ist per se tatsächlich kein Drama, war er doch in den letzten sechs Turnieren auf Sand fünfmal im Final gestanden und hatte die Niederlagen nur gegen den Unterlagen-Dominator Rafael Nadal bezogen.

Falls die gestrige Leistung aber ein Massstab für sein Abschneiden in Paris sein sollte, dann hätte er allen Grund, beunruhigt zu sein: Kaum etwas, das er gegen den soliden Italiener - zwei Titel, sechs Final, beste Klassierung ATP 28 - versuchte, klappte. Mit der Vorhand fehlte ihm das Timing, die Rückhand war oft zu kurz, der Aufschlag funktionierte erst in den letzten drei Games und blieb unter einer Quote von 50 Prozent und ein grosses Aufbäumen war auch nicht erkennbar. (si/mos)

Resultate - Rom. ATP-Masters-Series (2 082 500 Euro/Sand). Achtelfinals.

Filippo Volandri (It) s. Roger Federer (Sz/1) 6:2, 6:4.
Juan Ignacio Chela (Arg) s. Andy Roddick (USA/3) 6:0, 6:4.
Nikolai Dawydenko (Russ/4) s. Potito Starace (It) 4:6, 6:2, 7:5.
Fernando Gonzalez (Chile/6) s. Nicolas Massu (Chile) 6:7 (4:7), 6:3, 6:4.
Tommy Robredo (Sp/7) s. Gilles Simon (Fr) 6:2, 6:2.
Tomas Berdych (Tsch/12) s. José Acasuso (Arg) 6:1, 6:2.