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Gefeierter unter den Gefeierten

Donnerstag, 14. Dezember 2006, 0:00 Uhr, Aktualisiert 10:45 Uhr

Nie zuvor hat eine Schweizer Fussball-Nationalmannschaft eine derartige Begeisterung im ganzen Land ausgelöst wie diesen Sommer während der WM-Endrunde in Deutschland. Was aber fast noch mehr erstaunte: Schweizerinnen und Schweizer feierten den Trainer Köbi Kuhn beinahe überschwänglicher als die Mannschaft.

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Die Reaktion von Köbi Kuhn

«Köbi national» war während einem Monat in aller Munde, auch wenn sich viele das WM-Ende für die Schweizer Mannschaft etwas anders vorgestellt hatten. Der Trainer der Schweizer Nationalmannschaft avancierte - ungewollt - zum Star, weil er stets natürlich und volksverbunden geblieben ist. Seine Bescheidenheit ist zugleich auch sein Markenzeichen.

Mit den Spielern verbindet ihn eine persönliche Freundschaft, die den Zürcher aber nicht hindert, stets die momentan stärkste Mannschaft aufs Spielfeld zu schicken. Er lässt sich von aussen nicht beeinflussen und hält auch dann zu seinen Spielern, wenn es ihnen nicht gut läuft. Das wird ihm zumeist wieder mit überzeugenden Leistungen zurückbezahlt.

Mit einer beeindruckenden Zielstrebigkeit, taktischem Gespür und grosser äusserlicher Ruhe führte er seine Mannschaft an zwei Endrunden in Folge und bei der WM in die Achtelfinals. Mit vier WM-Spielen ohne Niederlage überflügelte der 63-jährige Zürcher in Deutschland gar Roy Hodgson, der die Schweiz zuvor als einziger Trainer an zwei Endrunden hintereinander führte. Was aber noch wichtiger ist: Kuhn schaffte dieses Kunststück als erster Nationalcoach mit Schweizer Pass. Ein gutes Omen für die EM-Endrunde 2008 im eigenen Land, wenn Kuhn gemäss eigener Zielsetzung den Europameister-Titel gewinnen will.