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Dritter Masters-Triumph für beeindruckenden Federer

Sonntag, 19. November 2006, 0:00 Uhr, Aktualisiert 11:44 Uhr

Roger Federer hat zum dritten Mal nach 2003 und 2004 das ATP-Masters gewonnen. Der Weltranglisten-Erste schlug in Schanghai den Amerikaner James Blake mit nahezu perfektem Tennis 6:0, 6:3, 6:4. Federer beendete die erfolgreichste Saison seiner Karriere so mit dem zwölften Titel seit Jahresbeginn.

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Tennis: ATP-Masters, Final

Die Bilanz im direkten Vergleich mit James Blake hatte zwar mit 5:0 Siegen deutlich für Federer gesprochen, dennoch hatten sich die 15000 Zuschauer im vollbesetzten Qi Zhong Stadium einen ausgeglicheneren Final erhofft, zumal nach Blakes starken Auftritten in den vergangenen Tagen.

Dominanz ab dem ersten Ballwechsel

Federer nahm aber von Beginn an das Heft resolut in die Hand und machte schnell deutlich, dass er die Saison nicht mit einer Niederlage beenden wollte. Er liess Blake auch nach dem traumhaften Start nicht den Hauch einer Chance und behielt auch in den raren kritischen Momenten die Ruhe. So machte er im ersten Satz im gleichen Game (bei 4:0) fünf, im zweiten Abschnitt (bei 1:1) vier Break-Möglichkeiten Blakes zunichte. Und als dem Amerikaner im dritten Satz dann doch noch der Servicedurchbruch (5:3) gelang, kam dies nur noch der Resultatkosmetik gleich.

Federer zum Spiel

Federer meinte nach dem Spiel zu SF-Experte Heinz Günthardt, dass er nicht mehr viel besser spielen könne: «Es ist natürlich toll, dass mir gerade im letzten Spiel der Saison so eine Leistung geglückt ist.»

Kritische Momente? «Vielleicht zu Beginn des zweiten Satzes, da ist Blake plötzlich stark aufgekommen, aber wenn einem der erste Satz so gut gelingt, gibt das natürlich schon ein sehr gutes Gefühl und ich hatte eigentlich nie Angst, dass es schief gehen könnte.»

Beste Saison der Karriere

Mit dem dritten Masters-Titel nach 2003 und 2004 ergänzte Federer sein Palmarès zum Abschluss seiner bisher besten Saison mit einem weiteren Highlight. Mit dem Australian Open, Wimbledon, dem US Open, dem Masters und den Championships auf Key Biscayne hat er fünf der bedeutendsten sechs Turniere gewonnen.

Auf Heinz Günthardts Frage, wie denn diese Saison noch zu toppen sei, sagte Federer: «Ich weiss es auch nicht. Da müsste sicher das French Open noch dazu kommen. Aber ich wäre sicher schon mit einer gleich guten Saison zufrieden...»

12 Titel: Persönlichen Rekord gebrochen

Mit zwölf Turniersiegen stellte Federer ausserdem eine persönlichen Bestmarke auf; in den letzten zwei Jahren hatte er es jeweils auf elf Titel gebracht.

Finanziell erfolgreichste Saison der Geschichte

Mit den 1,52 Millionen Dollar Prämie in Schnghai steigerte er sein Preisgeld in diesem Jahr auf 8,3 Millionen Dollar und übertraf so als erster Spieler die Acht-Millionen-Grenze in einer Saison. (Si/eli/mum)

Schanghai. ATP-Masters (4,45 Mio Dollar/Hart)

Einzel. Final:

Federer s. Blake 6:0, 6:3, 6:4.


Doppel. Final:

Björkman/Mirnyi s. Knowles/Nestor 6:2, 6:4.