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Wawrinka schlägt Nalbandian, Federer out

Mittwoch, 16. August 2006, 0:00 Uhr, Aktualisiert 05.12.2007, 7:37 Uhr

Stanislas Wawrinka gelang beim ATP-Masters-Series-Turnier in Cincinnati einen Exploit: Der Romand schlug David Nalbandian. Roger Federer hingegen ist überraschend in der zweiten Runde an Andy Murray (Gb) mit 5:7, 4:6 gescheitert.

Stanislas Wawrinka.
Stark: Stanislas Wawrinka. ((keystone))

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Gegen David Nalbandian schaffte der zweite Schweizer neben Roger Federer in Cincinnati, Stanislas Wawrinka, einen veritablen Exploit. Der Romand schlug den Argentinier in 80 Minuten mit 6:4, 6:2. Knapp einen Monat nach dem Gewinn seines ersten ATP-Titels (in Umag) feierte Wawrinka mit dem Triumph gegen die Weltnummer 4 den wertvollsten Einzelsieg seiner Karriere. Zuvor hatte er mit Mariano Puerta vor einem Jahr am US Open und mit David Ferrer im Februar in Zagreb zweimal die Nummer 10 der Welt besiegt.

Wawrinka gelang eine nahezu perfekte Leistung: Er blieb konzentriert, brachte alle Aufschlagspiele durch und schaffte Breaks zum 4:2 im ersten sowie zum 4:2 und 6:2 im zweiten Satz. In den Achtelfinals trifft Wawrinka auf Fernando Gonzalez (ATP 13), der letzte Woche in Toronto im Halbfinal ganz knapp an Federer gescheitert ist. Aber auch Wawrinka befindet sich in Topform: Seit der Startniederlage in Gstaad gewann er neun von zehn Spielen.

Roger Federer ist in Nordamerika (doch) nicht unschlagbar. Nach 55 Siegen in Serie machte der Weltranglisten-Erste in Cincinnati wieder einmal Bekanntschaft mit der Niederlage: Federer unterlag dem Briten Andy Murray 5:7, 4:6. Hauptgrund für die erste Niederlage Federers in den USA und in Cincinnati seit dem 3. August 2004 (Dominik Hrbaty) war der Aufschlag: Federer musste seinen Aufschlag in der 98-minütigen Partie siebenmal abgeben und damit häufiger als im gesamten Wimbledon-Turnier.

Federer zeigte sich nach dem Spiel als fairer Verlierer: «Ich bin nicht enttäuscht, denn es gibt keinen Grund, unzufrieden zu sein. Mir gelang in den letzten Monaten ein schier unglaublicher Lauf. Solange ich über 90 Prozent meiner Einzel gewinne, darf ich zufrieden sein. Diese Niederlage war längst überfällig. Natürlich hätte ich gerne meine Serien (17 Finals in Serie, Ungeschlagenheit in Nordamerika) weitergeführt. Andererseits setzte ich mit der Teilnahme in Cincinnati bewusst viel aufs Spiel.»

Für Federer geht mit der ersten Niederlage nach 19 Siegen in Serie eine ganze Reihe von Erfolgsstrecken zu Ende: Er verpasst es, den Rekord von Ivan Lendl zu egalisieren, der 1981/82 18 Endspiele hintereinander erreicht hatte. Erstmals seit Paris 2005 ist Federer nicht dabei, wenn am Sonntag der Turniersieg vergeben wird.

Erstmals seit langer Zeit musste Federer einem anderen Spieler als Rafael Nadal zum Sieg gratulieren. Die letzten vier Niederlagen (und bisher einzigen in diesem Jahr) hatte der Ausnahmekönner aus Münchenstein allesamt gegen den Mallorquiner bezogen; die letzte Niederlage gegen einen anderen Widersacher datiert vom vergangenen November, als er im Masters-Final von Schanghai, durch eine Verletzung handicapiert, David Nalbandian unterlegen war. (si)