Spengler Cup
Magnitogorsk verzauberte Publikum
Metallurg Magnitogorsk heisst der verdiente Sieger am 79. Spengler Cup in Davos. Die Russen bezwangen das Team Kanada glatt mit 8:3.
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Erstmals seit 1991 gewann mit Metallurg Magnitogorsk wieder eine russische Equipe den Spengler-Cup. Schon vor dem ersten Puckeinwurf der 79. Ausgabe der Hockey-Exhibition hatte der Davoser Coach Arno Del Curto Magnitogorsk zur aktuell besten Mannschaft Europas erklärt. Die Argumente für die Einschätzung Del Curtos reichten die Russen auf dem Weg zum Triumph nach. Nur einmal, beim 1:4 gegen den HCD, gingen sie nicht als Sieger aus dem Rink. Mehrheitlich überforderte der Leader der russischen Superliga die Konkurrenz mit seiner physischen Rasse und technischer Klasse.
Team Kanada blieb Statistenrolle
Im Final blieb dem Team Kanada nur die Rolle des Statisten, nachdem sie in der Vorrunde mit einem Torverhältnis von 19:7 die Topklassierung erreicht hatte. Lediglich 69 Sekunden benötigte Metallurg zum 1:0 durch Ruslan Nurtdinow. Nach 14 Minuten schloss der NHL-Saurier Dimitri Juschkiewitsch eine herrliche Kombination mit einem platzierten Schuss zum 2:0 ab. Jewgeni Gladskich abgefälschter Pass besiegelte das Schicksal der bedauernswerten Kanadier unmittelbar vor der ersten Drittelspause.
Rhythmussteigerung genügte
Der 14. Turniersieg eines russischen Vertreters stand nach dem Traumstart ausser Frage. Daran änderte nichts, dass die nordamerikanische NLA-Auswahl während einer kurzen Schwächeperiode der Russen dank Skinner und Murphy auf 2:3 verkürzten. Eine Rhythmussteigerung genügte bereits, um die Differenz wieder zu vergrössern. Gusmanow traf nach einem Solo clever zum 4:2, ehe Yves Sarault einen Querpass ins eigene Tor schob.
Demontage im letzten Drittel
Im letzten Abschnitt boten die Sputniks den 7'280 Zuschauern weitere Kostproben ihrer Klasse, was für die Kanada Selects eine empfindliche Demontage zur Konsequenz hatte. Dave King, jahrelang Coach verschiedener kanadischer Auswahlen und nun bei Metallurg an der Bande, nahm die Dominanz seiner Spieler mit einem schelmischen Lächeln zur Kenntnis. (si)
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Team Canada - Metallurg Magnitogorsk 3:8 (1:3, 1:2, 1:3)
Eisstadion. -- 7280 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Persson (Sd), Popovic/Wehrli. -- Tore: 2. Nurtdinow (Korolew) 0:1. 14. Juschkiewitsch (Nurtdinow) 0:2. 19. (18:11) Gladskich (Eriksson, Kajgorodow/Ausschluss Sarault) 0:3. 19. (18:32) Skinner (Toms, Domenichelli) 1:3. 27. Murphy (Kariya, Gardner/Ausschluss Tschistow) 2:3. 35. Gusmanow (Eriksson) 2:4. 37. Kajgorodow (Gladskich/Ausschluss Gardner) 2:5 (Eigentor Sarault). 52. (51:15) Gladskich (Kajgorodow) 2:6. 53. (52:27) Holden (Kinch) 3:6. 59. (58:12) Platonow (Eriksson/Ausschluss Tschistow!) 3:7 (ins leere Tor). 59. (58:52) Dobrischkin (Tertischni) 3:9. -- Strafen: 1mal 2 Minuten gegen das Team Canada, 6mal 2 Minuten gegen Magnitogorsk.
Team Canada: Chiodo; York, Kinch; Murphy, Komarniski; White, Bolibruck; Skinner, Lynch; Trudel, Toms, Domenichelli; Kariya, Metropolit, McTavish; Gardner, Roest, Pittis; Holden, Reid, Sarault.
Magnitogorsk: Scott; Atjuschow, Warlamow; Juschkiewitsch, Eriksson; Malenkich, Seljanow; Boikow, Kuchtinow; Platonow, Kajgorodow, Gladskich; Kudermetow, Pestunow, Gusmanow; Tertischni, Worobjew, Dobrischkin.
Bemerkungen: 16. Chiodo hält Penalty von Nurtdinow. -- Pfostenschuss: Murphy (26.). -- Timeout: Team Canada (47.), von 56:20 bis 58:12 ohne Goalie.
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