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Peter Sauber: Schweizer Formel-1-Geschichte

Samstag, 17. Dezember 2005, 0:00 Uhr, Aktualisiert 7:19 Uhr

Peter Sauber (62) darf für sich in Anspruch nehmen, ein Projekt zum rühmlichen Ende geführt zu haben, das in Fachkreisen als zum Scheitern verurteilt erachtet worden war - zumal in der Schweiz, die als Basis für ein Formel-1-Team ungeeignet schien. 216 Grands Prix zeugen von der Beharrlichkeit des Chefs und dem Know- how seiner Mitarbeiter.

Peter Sauber.
(Peter Sauber.)

In den 13 Jahren bis zum Verkauf seines Lebenswerks an BMW erlangte Sauber den Ruf eines umsichtigen, aber zielbewussten Teamchefs, dem es gelungen war, mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln ein beachtliches Niveau zu erreichen und zu halten. Das trug ihm in der Szene allseitigen Respekt und Bewunderung im ganzen Land ein.

Sauber darf auch für sich in Anspruch nehmen, sein nach und nach auf 300 Angestellte gewachsenes Unternehmen zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor im Zürcher Oberland gemacht zu haben. Im Umkreis von 80 Kilometern profitierten rund 200 Firmen, einige davon sogar zur Gänze, von Aufträgen im Zusammenhang mit der Formel 1.

Peter Sauber kam im Alter von 23 Jahren mit dem Motorsport in Kontakt, als er 1967 vom kürzlich verstorbenen Zürcher Hobby- Rennfahrer Arthur Blank einen getunten VW Käfer übernahm und sich damit an nationalen Rennen beteiligte. Drei Jahre später baute er einen eigenen Rennwagen, den C1, mit dem er auf Anhieb Schweizer Sportwagen-Meister wurde.

Damit waren die rennsportlichen Ambitionen des Stadtzürcher Elektromonteurs schon fast befriedigt. Ihn interessierte vornehmlich der technische Aspekt des Motorsports, so dass er 1970 die Firma PP Sauber AG gründete, die nicht nur die Sportwagen bis hin zum C8 konstruierte, sondern eine Zeitlang auch Serviceleistungen für zivile Automobilisten anbot.

Dann bezog Sauber neue Räumlichkeiten in Hinwil. Dort wurden die sehr erfolgreichen Sportwagen und Prototypen C9, C11 und C291 gebaut und der C12, Saubers erstes Formel-1-Auto, geplant. 1992 übersiedelte die Firma in die High-tech-Fabrik in Hinwil, wo der C12 ausreifte, mit dem das Team im folgenden Jahr sein Formel-1- Debüt gab, und die weiteren Modelle bis hin zum C24 entstanden. (si)