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Sports Awards

Die Fussball-«Nati» lässt die ganze Schweiz jubeln

Samstag, 17. Dezember 2005, 0:00 Uhr, Aktualisiert 7:19 Uhr

Nichts bewegt die Gemüter der Schweizer Sportfans mehr, als wenn die Fussball-Nationalmannschaft auf einer Welle des Erfolgs reitet - so wie jetzt. Rekord-Einschaltquoten und Begeisterung von Genf bis Romanshorn begleiteten die erfolgreich abgeschlossene Qualifikation für die WM 2006 in Deutschland. Die «Nati» ist verdientermassen das Team des Jahres.

Die letzten Minuten des WM-Barrage-Rückspiels gegen die Türkei wurden für die Schweizer Fussballfans zur nicht enden wollenden Qual. Mit dem Schlusspfiff wich die Tortur einem Jubel, den alsbald nur die unrühmlichen Vorkommnisse in Istanbul ein wenig dämpften. Jetzt aber folgt ein halbes Jahr der Vorfreude auf die WM im grossen Nachbarland, auf den bis heute wohl meistbeachteten Sportanlass der Geschichte. Die Schweizer werden im Konzert der aktuell stärksten Fussballnationen wie Brasilien, Argentinien, Frankreich, Italien, England und Holland mitspielen.

Nationalcoach Köbi Kuhn hat das Gesicht der Nationalmannschaft in den letzten Jahren mit Geschick und Gespür erneuert und verjüngt. Spieler, die sich schon in den erfolgreichen Nachwuchsauswahlen (U17, U21) durchgesetzt haben, sind heute die Teamstützen. Die «Nati» ist mehr und mehr auch ein erfreuliches Spiegelbild des multikulturellen Lebens in der Schweiz. Schweizer Familiennamen wie Frei, Streller, Zuberbühler, Müller, Magnin, Spycher, Gygax, Vogel, Degen oder Wicky gehen einher mit Senderos, Cabanas, Barnetta, Behrami oder Yakin, den Namen der «Secondos».

Die interessante Mischung selbstbewusster Schweizer Fussballer hat in der schwierigen WM-Ausscheidungsgruppe mit Gegnern wie Frankreich, Irland und Israel keine einzige Niederlage eingefangen. Das ist ein erstklassiges Reifezeugnis, ebenso das Bestehen in der Barrage gegen die Türkei, den WM-Dritten von 2002. (si)