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Federer Special

Wertvollste Trophäe für Federer

Samstag, 21. Mai 2005, 0:00 Uhr, Aktualisiert 05.12.2007, 7:19 Uhr

Trotz zwei Wimbledon-Siegen und den Triumphen im Australian und US Open durfte Roger Federer in Estoril noch eine Steigerung erfahren. Der Baselbieter nahm bei der Ernennung zum Weltsportler des Jahres «den bisher wertvollsten Pokal» entgegen.

Federer mit seinem «Tennis-Oskar». (key)

(Federer mit seinem «Tennis-Oskar». (key))

«Aufsteig in andere Liga»
Federers Einschätzung fusst nicht nur auf dem Umstand, dass der «Laureus World Sport Award» von einer immensen Anzahl Leute rund um den Globus wahr genommen wird. Die Auszeichnungsfeier im Badeort nahe der portugiesischen Hauptstadt Lissabon wurde schätzungsweise von einer halben Milliarde Fernsehzuschauer verfolgt. «Ich bin in eine andere Liga aufgestiegen, zu der unter anderen die bisherigen Laureus-Gewinner Tiger Woods, Michael Schumacher und Lance Armstrong gehören», ist sich Federer über die Tragweite der Wahl zum besten Sportler des Jahres 2004 bewusst.

Überwältigter Federer
«Das ist ein fantastischer Moment, vor den Augen des spanischen Königs Juan Carlos die Wahl vor Superathleten wie Lance Armstrong, Michael Schumacher, Michael Phelps, Valentino Rossi und Hicham El Guerrouj gewonnen zu haben. Meine Leistungen als Sportler wurden honoriert -- durch eine Jury mit ehemaligen Weltklasse-Athleten», sagte der Superstar, nachdem er die Trophäe von Martina Navratilova überreicht bekommen hatte. «Es ist mir zudem noch einmal bewusst geworden, wie super ich im letzten Jahr gespielt habe. Gleichzeitig stellt die Auszeichnung eine Motivationsspritze dar. Den 'Laureus' werde ich mit Sicherheit auch während des French Open im Hinterkopf haben.»

Ehre und Verpflichtung
Der weltbeste Tennisspieler sieht den «Sport-Oscar» aber auch als Verpflichtung. «Dank dem 'Laureus' trage ich nun noch mehr Verantwortung neben dem Platz. Vor allem will ich meine Foundation weiter unterstützen.» Federer zieht diesbezüglich sogar eine Zusammenarbeit mit der «Laureus-Stiftung» in Betracht. «Beide tun ja das Gleiche. Mit einer solchen Stiftung kann man sehr viel bewegen. Eine hervorragende Initiative, denn es gibt genug Elend und Armut auf unserem Planeten.»

Der Weltranglisten-Erste gründete Ende 2003 die «Roger Federer Foundation» mit dem Zweck, bedürftige Kinder und Jugendliche in den südafrikanischen Townships in der Nähe von Port Elizabeth zu unterstützen. «Dort findet man Viertel, in denen selbst das Nötigste zum Leben fehlt. Ich möchte etwas von meinem Glück zurückgeben. Die Kinder sollen nicht nur Schulunterricht erhalten, sondern auch zweimal am Tag eine richtige Mahlzeit.» Die «Laureus-Stiftung» unterhält derzeit weltweit 37 Projekte mit dem selben Ziel.

Sportler von Weltruf sind dabei
Das Herz dieser Institution ist die «Laureus World Sports Academy», der unter der Führung des früheren 400-m-Hürden-Läufers Ed Moses 40 Sportlerinnen und Sportler von Weltruf -- unter anderen Boris Becker, Sergej Bubka, Sebastian Coe, Nadia Comaneci, Emerson Fittipaldi, Miguel Indurain, Franz Klammer, Gary Player, Mark Spitz, Katarina Witt -- angehören. (si)

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