Tennis
Federer Weltsportler des Jahres
Roger Federer hat zum ersten Mal den «Laureus World Sports Awards» gewonnen und Konkurrenten wie Schumacher, Armstrong und Phelps geschlagen. In Hamburg errang er zudem seinen 28. Turniersieg. » Infos zum Award
Der dreifache Grand-Slam-Turniersieger 2004 setzte sich gegen hochkarätige Konkurrenz durch. Michael Schumacher (De/Automobil), Lance Armstrong (USA/Rad), Michael Phelps (USA/Schwimmen), Valentino Rossi (It/Motorrad) sowie Hicham El Gerrouj (Mar/Leichtathletik) waren ebenfalls nominiert worden.
Dritter Sieg in Hamburg
Auch in seinem Beruf war Federer an diesem Wochenende äusserst erfolgreich. Der Schweizer verteidigte seinen Titel beim Masters-Series-Turnier von Hamburg souverän. Im Final bezwang Federer den Qualifikanten Richard Gasquet (Fr) 6:3, 7:5, 7:6 (7:4).
Federer gewann damit das Turnier von Hamburg schon zum dritten Mal in den letzten vier Saisons. So souverän wie in diesem Jahr hat er sich im Norden Deutschlands indes nie durchsetzen können. Auf dem Weg zur Titelverteidigung gab er keinen Satz ab. Eine Premiere war dies jedoch nicht. Bereits bei den Turniersiegen in Doha und Indian Wells war Federer in diesem Jahr ohne den geringsten Umweg ins Ziel gelangt.
Mehr gefordert, als Federer lieb war
Im teilweise hochklassigen Final allerdings wurde Federer von Gasquet (ATP 65), dem er vor genau einem Monat in den Viertelfinals von Monte Carlo unterlegen war, mehr gefordert, als ihm lieb gewesen war. Die Partie verlief über die gesamte Zeit sehr ausgeglichen. Federer nahm Gasquet zwar zu Beginn gleich den Aufschlag ab, doch dann kam der Schweizer lange Zeit nicht mehr in die Nähe eines Breaks. Bis zum 5:5 im zweiten Satz hatte Federer auf den jungen Franzosen nur eine minimale Marge von drei Pünktchen herausgespielt.
Wichtige Punkte gemacht
Doch Federer machte eben die wichtigen Punkte. Er wehrte alle sechs Breakbälle Gasquets ab, während er selbst eine hundertprozentige Chancenauswertung erzielte und beide Gelegenheiten zum Servicedurchbruch nützte. Und im Tiebreak des dritten Satzes setzte sich nochmals Federers Erfahrung durch. Während dem Schweizer in der Kurzentscheidung kein so genannt unerzwungener Fehler unterlief, machte Gasquet einen Doppelfehler zum vorentscheidenden 2:3.
Spitzenposition auch in der Statistik wieder übernommen
Nach dem sechsten Turniersieg in diesem Jahr und dem 19. gewonnen Final in Serie kann Federer optimistisch nach Paris reisen. Er hat in Hamburg im Viertelfinal gegen den (Sand-)Topspieler Guillermo Coria einen Härtetest mit Bravour bestanden und war im Final gegen einen der Shootingstars auf der Tour hart gefordert worden - und an dieser Aufgabe gewachsen. Federers Saisonbilanz steht nun bei 41:2 Siegen. Der Leader des Rankings hat damit auch in dieser Statistik wieder die Spitzenposition übernommen und den in Hamburg abwesenden Spanier Rafael Nadal (41:6 Siege) überholt. (si)
Mehr zum Thema
» Roger Federers Palmares
Resultate:
Hamburg - ATP-Masters-Series-Turnier (2,08 Mio Euro/Sand) - Halbfinals:
Roger Federer (Sz/1) s. Nikolai Dawidenko (Russ/15) 6:3, 6:4.
Richard Gasquet (Fr/Q) s. Christophe Rochus (Be/Q) 6:1, 6:1.
Final:
Federer s. Gasquet 6:3, 7:5, 7:6 (7:4).
Rom - WTA-Turnier (1,3 Mio Dollar/Sand) - Halbfinals:
Patty Schnyder (Sz/8) s. Maria Scharapowa (Russ/1) 3:6, 6:3, 6:1.
Amélie Mauresmo (Fr/2) s. Vera Swonarewa (Russ/6) 6:2, 6:4.
Final: Mauresmo s. Schnyder 2:6, 6:3, 6:4.
Prag - WTA-Turnier (140 000 Dollar/Sand) - Halbfinals:
Dinara Safina (Russ/1) s. Laura Pous Tio (Sp) 4:6, 6:2, 7:5.
Zuzana Ondraskova (Tsch) s. Klara Kukalova (Tsch) 6:2, 6:2.



