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Hart erkämpfter Turniersieg für Roger Federer

Sonntag, 20. Februar 2005, 0:00 Uhr, Aktualisiert 05.09.2008, 12:08 Uhr

Roger Federer hat sich nach einem hoch spannenden Final den 24. Turniersieg seiner Karriere gesichert. In Rotterdam setzte er sich gegen den starken Kroaten Ivan Ljubicic 5:7, 7:5, 7:6 (7:5) durch.

Roger Federer (key)

(Roger Federer hat gegen Ivan Ljubicic seinen 24. Turniersieg erreicht. (key))

Federer gewann damit auch seinen 15. Final in Serie. Der Erfolg hing allerdings am seidenen Faden: Im Tiebreak des Schlusssatzes führte der Kroate mit einem Minibreak 4:2, ehe der weltbeste Tennisspieler fünf der letzten sechs Punkte gewann und nach einem Vorhand-Fehler von Ljubicic und 162 Minuten jubeln konnte. «Ich hätte auch verlieren können, das war extrem eng», so Federer, der sich sehr freute. «Ich bin froh, dass ich mich durchgekämpft habe. Ich habe noch nie ein so knappes Endspiel gewonnen. Das wird mir für den Rest der Saison sehr helfen.»

Auch vorher schon hatte der Kroate Federer grosse Probleme bereitet, vor allem mit seiner grössten Stärke, dem Aufschlag. Ljubicic schlug insgesamt 14 Asse sowie weitere 31 Servicewinner; so viele «Gratispunkte» gewinnt sonst kaum jemand gegen Federer. Zudem schaffte er es, Federer (zum 6:5 im ersten Satz) als einziger in diesem Turnier ein Servicegame abzunehmen, wobei dem Baselbieter allerdings drei Vorhand-Fehler unterliefen.

Wie einst Günthardt und Hlasek
Federer hat in der holländischen Hafenstadt als dritter Schweizer triumphiert, 1980 hatte sich Heinz Günthardt durchgesetzt, 1989 Jakob Hlasek. Und er schätzt den Sieg sehr hoch ein: «Dieses Turnier kommt gleich nach den Grand Slams und Masters Series. Das ist zusammen mit Wien, wo ich zweimal gewonnen habe, mein wichtigster Indoor-Titel.»

Der Baselbieter war in Rotterdam schon einmal im Endspiel gestanden: 2001 unterlag er Nicolas Escudé ebenfalls im Tiebreak des dritten Satzes. «Ich habe im dritten Satz an jene Partie gedacht und mir gesagt, dass ich diesmal gewinnen müsse.»

Der Weltranglisten-Erste hat damit seine Matchbilanz des Jahres auf 15:1 geschraubt und 2005 schon wieder zwei Titel auf dem Konto. Zum Jahresanfang in Doha hatte er im Endspiel ebenfalls Ljubicic abgewiesen, allerdings viel klarer (6:3, 6:1).

Mit dem Erfolg hat Federer auch gleich wieder jene Kritiker zum Verstummen gebracht, die sich bei einer zweiten Niederlage in Serie (nach dem Halbfinal-Out beim Australian Open) gefragt hätten, ob Federer in einer «Mini-Krise» stecke. «Ich habe die Niederlage in Melbourne verarbeitet, aber wenn ich so ein enges Spiel verloren hätte, dann hätten die Leute wohl gedacht, ich würde meinen Nimbus langsam verlieren.» (si)

ATP-Turnier in Rotterdam - Final: Roger Federer (Sz/1) s. Ivan Ljubicic (Kro) 5:7, 7:5, 7:6 (7:5).

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